Open Government Labor Merseburg/Schkopau/Saalekreis

Digitale Strategien entwickeln

Die aktuelle Pandemie zeigt unter anderem auch, dass die Digitalisierung uns in Zeiten des Abstands zusammenbringt. Sie ist eine Chance, die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden zu verbessern sowie Veränderungen anzustoßen und umzusetzen. Im „Open Government Labor Merseburg/Schkopau/Saalekreis“ werden Ideen für die Umsetzung des digitalen Wandels in Merseburg und Schkopau entwickelt. Dabei setzen die beiden Projektteilnehmer unterschiedliche Schwerpunkte:

Merseburg
Eine lebenswerte Stadt von morgen: Das ist Merseburgs erklärtes Ziel. Das aktive Einbinden der Bürger*innen in den Digitalisierungs- und Gestaltungsprozess spielt dabei eine Schlüsselrolle. Raum für Diskussionen und Anregungen bieten dabei vor allem die Themen Wohnen, Leben, Arbeiten. So sind die Bürger*innen aufgerufen, sich an geplanten Online-Umfragen zu beteiligen. Ergebnisse fließen in eine „Digitale Agenda für Merseburg“ ein.

Schkopau

Auch Schkopau setzt auf digitale Lösungen, um die Lebensqualität in der Flächengemeinde für die Bürger*innen zu erhöhen. Neben der Digitalisierung von
Verwaltungsservices steht dabei auch die digitale Vernetzung der einzelnen Ortsteile und des gesellschaftlichen Lebens auf der Agenda. Ziele sind zugänglichere Informationsangebote und eine verbesserte Kommunikation untereinander.

Die Kultur in Merseburg und der Region ist ein weiterer Handlungsbereich des „Open Government Labors Merseburg/Schkopau/Saalekreis“. Reich an kulturellen Schätzen braucht die Region beispielsweise mehr junge Ehrenamtliche. Das Projekt soll dem Vereinsleben weitere Impulse geben. Ziel ist es, das Ehrenamt attraktiver zu machen und Bürgerengagement aktiv zu fördern.

Das „Open Government Labor Merseburg/Schkopau/Saalekreis“ ist ein Projekt des Regionalen Digitalisierungszentrums Merseburg [Saalekreis] und wird vom mitz gesteuert. Gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat starteten die Projektteilnehmer*innen mit der Veranstaltung eines Barcamps am 29.09.2020 offiziell ihre Arbeit. Die digitale Zukunft gestalten – unter diesem Motto diskutierten die Teilnehmer*innen in vier verschiedenen Workshops Ideen für die Digitalisierung in den Bereichen Gesundheit, Verwaltung, Freizeit und Kultur sowie Arbeitswelt. Viele Anregungen werden bei der Erarbeitung einer Digitalen Agenda für Merseburg eine entscheidende Rolle spielen.
Auch in Schkopau setzt man auf gemeinsames Brainstorming für eine zukunftsfähige und lebenswerte Flächengemeinde im Zeitalter des digitalen Wandels.
In mehreren geplanten Workshops entwickeln Bürgermeister und Ortschaftsrät*innen gemeinsam umsetzbare Ideen für ein digitales Schkopau der Zukunft.

Der ländliche Raum befindet sich im Strukturwandel. Neben zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und einer sich wandelnden Arbeitswelt, müssen die Kommunen bis Ende 2022 zusätzlich das Onlinezugangsgesetz (OZG) umsetzen. Eine Mammutaufgabe für Städte und Gemeinden.

Drei Partner wurden in den neuen Bundesländern dafür ausgewählt. Merseburg ist einer davon und holt die Flächengemeinde Schkopau mit ins Boot. Das „Open Government Labor“ setzt vor allem auf aktive Bürgerbeteiligung. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft sollen Digitalisierungsprozesse transparenter gestaltet und entwickelt werden. Erklärte Ziele des „Open Government Labors“ sind darüber hinaus das zentrale Bündeln und sichtbar machen aller bestehenden analogen und digitalen Verwaltungsdienstleistungen. Die Lebensqualität zu steigern und Orten und Menschen Perspektiven bieten: all das macht die Digitalisierung möglich. Sie ist der Schlüssel zum Erfolg für eine zukunftsfähige ländliche Region und birgt dabei enormes Potenzial.

Das Projekt „Open Government Labor Merseburg/Schkopau/Saalekreis“ reicht den Kommunen die Hand und begleitet sie auf dem Weg hin zu ihrer eigenen digitalen Agenda. Und das immer im Dialog mit den Bürger*innen. Um den Bürger*innen die Beteiligung am Projekt zu ermöglichen, wächst die Anzahl der Angebote. Neben regelmäßigen Veranstaltungen wie beispielsweise Barcamps und Workshops, gibt es thematische Online-Befragungen. Hier kann Jeder und Jede aktiv mitgestalten. Mit den „Digital Cafés“ ist darüber hinaus eine generationenübergreifende Veranstaltungsreihe Bestandteil des Projektes. Die Inhalte der Veranstaltungen werden digital aufbereitet, sodass sie jederzeit für interessierte Bürger*innen und Bürger abrufbar sind.